Life, still life.
May 27th, 2010love
May 26th, 2010
ohne Wäscheständer fehlt mir was
May 24th, 2010Ist das Ideal eines Zimmers ja eigentlich so, als gäbe es keine Menschen in diesem Raum, sondern nur perfekt arrangierte Möbel plus auf die Inneneinrichtung abgestimmte Kunstdrucke und ein oder zwei totschicke Objekte, die zu unfunktional und gleichzeitig zu teuer sind, um sie umzufunktionieren.
Ob ich nun wohl extra darauf hinweisen sollte, dass bisher jedes meiner Zimmer nie nicht einmal annähernd diesem Zustand entsprach? Arbeiten, die in regelmäßigen Abständen neu gemacht werden müssen, liegen mir nicht besonders. Es erfordert eine unglaubliche Anstrengung immer wieder einkaufen zu gehen, mir zu überlegen, was ich jeden Tag essen will, Wäsche zu waschen, aufzuäumen, zu putzen, vielleicht ja auch das klassische Leben an sich.
Vielleicht steht das ja auch im Widerspruch zu meinem Künstlerdasein, in dem ich immer wieder neues entdecken, schaffen, schöpfen soll/kann/will/muss. Dabei setze ich mich nebenher mit meiner Daseinsberechtigung und der meiner Kunst auseinander, wenn ich es so nennen darf, sofern manche Leute an dieser Stelle Einspruch erheben möchten, um mich von meinem Podest zu holen. (Dabei ist es doch kein Podest. Es ist ein Sockel. Oder eventuell eine Vitrine.”Sie können das schon machen, aber bauen sie eine Vitrine dafür.”)
I bring you shelter, mankind!
Also winde ich mich aus der Vitrine heraus zurück in mein Zimmer und weiß, warum ich den Wäscheständer so lange nicht aufräume.
Ohne einen vollen Wäscheständer ist ein Raum einfach nicht komplett.

der putz bröckelt
May 18th, 2010Und ich kann nicht schlafen. Dabei ist es nicht mal meine Wohnung die renoviert wird, sondern die Nachbarwohnung des Nachbarhauses. Wenn jemand direkt an die Wand schlägt, die zu meinem Zimmer führt, ist dieses Zimmer für nichts mehr zu gebrauchen. Schlafen, nein, aber selbst, wenn ich arbeiten wollte, wäre das eine schiere Unmöglichkeit. Die Hauptstraße vor meinem Fenster war anscheinend noch nicht genug, jetzt hat ein Wahnsinniger beschlossen, meinen Lebensraum mit einem Schlag (oder mehreren davon) zu entwerten. Ja, theoretisch ist jetzt keine Ruhezeit, aber was ist mit Arbeitszeit? Führt er seine Arbeit aus, kann ich meine vergessen. Das ist noch schlimmer als Bauarbeiten vor dem Haus. Inzwischen schmerzen meine Hände, weil ich zurückgeschlagen habe und meine Wand hat auch ein paar Narben mehr.
